KUNST FORDERT OPFER – Album (2021/22)

Playlist mit den schon veröffentlichten official Videos, Liveshows und Teasern zum Album

Auf dieser Seite: Videoplaylist – Vorbestellinks – Albumgeschichte – Bisheriges Echo in Presse und Publikum – Demofassung auf Bandcamp anhörenENGLISH PAGE

Und dann kam Corona.

Gerade als die Vorbereitungen zur Record Release von TRIGGER WARNING auf Hochtouren liefen, die dank einer großzügigen Förderung vom musicboard Berlin zu einem gigantischen zweitägigen Festival, der 5. Ausgabe des eigenen STEAMBALLs, mit Gästen aus aller Welt anwachsen konnte – kam der erste Lockdown. 

Zwischen Kisten voll handgefertigtem Merch vom Artbook bis zum Kuscheltier schaffte es die Band in nur drei Wochen zwischen Absage und Releasetermin, stattdessen den STrEAMBALL auf die Beine zu stellen, nicht nur das erste komplette Festival im eigens erfundenen und seitdem oft kopierten Streamingformat, sondern auch wie das Original  vollständig “female fronted”. 

Der STrEAMBALL zog nicht nur weit über 1000 Zuschauer aus der ganzen Welt an, sondern ließ auch andere Veranstaltende an Feline mit der Bitte um Beratung herantreten. So entstand gemeinsam mit anderen Künstlern auch das “Darkstreamfestival”, das an Stelle des Wave Gotik Treffens ausgestrahlt wurde und bereits eine fünfstellige Zahl an Streamgästen verzeichnen konnte.

Passenderweise hatte Feline bereits begonnen, NOCH ein Album zu schreiben.

11 Songs (darunter eine Suite in drei Sätzen, mit Chor und historischen Instrumenten) über die Pandemie, das Leben und die Kunst, entworfen, geschrieben, aufgenommen, produziert und teilweise veröffentlicht in nur 12 Monaten. Trotzdem haben die Songs Gültigkeit weit über die Gegenwart hinaus und im f&s-üblichen Spagat zwischen beißendem Sarkasmus und tiefer menschlicher Tragik das Potential, Generationen zu inspirieren.

Insbesondere die erste Single “Kunst fordert Opfer” schlug einige Wellen, und der dazugehörige Blogbeitrag von Feline wurde mehrfach reprinted. 

Anlässlich des STEAMBALL Festivals (gefördert von der musicboard Berlin GmbH) erscheint die erste Single auf dem neuen Label Foxy Records: DOKTOR DOKTOR. “Denn wir sind verrückt genug, um immer noch Musik zu machen.” Deshalb wird es auch gleich eine EP mit Radio Edit, Maxifassung und Remix von The Nest Studios Brighton.

Auch “HYPFEN” ist ein direktes Ergebnis der Corona-Zeit. Streamball und Darkstreamfestival zogen ein so festivalsehnsüchtiges Publikum an, daß der Chat geradezu explodierte – Artists und Publikum trafen sich und spannen gemeinsam verrückte Ideen weiter. Unter anderem wurde in der schriftlichen Kommunikation aus Christian von Asters beliebter Kurzgeschichte “Die Mitternachtshüpfburg” – eine Hüpfburg nur für Goths, natürlich ganz in schwarz – die HYPFburg. Und was hätte näher gelegen, als sich zum Schreiben eines Soundtracks für diesen Spaß herausfordern zu lassen?

KfO enthält aber nicht nur bissigen Elektroclash, sondern auch verzweifelte Balladen, unter anderem einen vierzehnminütigen Abgesang auf die westliche Zivilisation, bei dem mehrere Dutzend GastmusikerInnen aus dem erweiterten Freundeskreis mitwirken, unter anderem Bands aus dem ebenfalls in 2020 ins Leben gerufenen “Steampunk Musik Kollektiv”, das als Dachverband für Steampunkbands aus dem deutschsprachigen Raum fungiert und in nur einem Jahr bereits einen Sampler und eine Eigenproduktion herausgegeben hat, auf beiden sowie auf der geplanten dritten Scheibe sind f&s mit Songs vertreten. 

KUNST FORDERT OPFER steht im Sommer 2021 kurz vor der Fertigstellung und soll im Frühjahr 2022 erscheinen, zuvor wurden bereits zwei erfolgreiche Singles veröffentlicht und Demoversionen auf patreon.com/feline und felineandstrange.bandcamp.com angeboten. Erstmalig sind alle Texte auf deutsch, die meisten Songs werden jedoch parallel auch auf Englisch eingespielt und separat veröffentlicht. Aggressiver und provokativer als zuvor, stellt DNN erstmals die Perspektive freiberuflicher Kunstschaffender vom gesellschaftlichen Protest über die Schaffenskrise bis zur Depression in den Vordergrund – warum nur?

Pressefeedback zu den Singles:

“This is a wonky, smeared lipstick, dishevelled outfit of a song as imagined by someone stumbling home from the last office party to the prospect of spending Christmas Day alone and Boxing Day with family that you don’t want to see the rest of the year. Pleasingly bleak.” (Monger)

“you should invite these cabaret weirdos for your turkey diner, so you can all have a go at Santa. Feline and Strange will take care of the Xmas tree music with their new traditional-sounding carol Nolidays. An angelic beauty that will melt your hearts with its fuck off Santa message. That shameless imposter works for American, money-greedy chain-store Toys R Us since Christ was born. No mercy folks, kick Kriss Kringle in his jingle bells. Party time!” (Turn up the Volume)

“about the exploitation of musicians by the big business elements of the music industry” (Loud women)

“Dabei führte es nach dem melancholischen ersten Song zum wütenden “Kunst fordert Opfer” über den Tanz(verbots-)Song “Hypfen (Jetzt.)” und eine zynische Ballade zum Grundeinkommen bis hin zur punkigen Anti-Aluhut-Nummer. Diese Achterbahnfahrt wird von “Keinachten” vervollständigt, das gewohnt zynisch daherkommt, jedoch auch mit der richtigen Menge Emotion und überraschend tröstend.” (Sonic Seducer)

Das “Kunst fordert Opfer” Statement in voller Länge auf Kulturnews

Die Demofassung auf bandcamp:

Ebenfalls in 2021 erschien übrigens das Buch “Ich brauche eine Genie” von Kerstin und Sandra Grether, das Songtexte und Persönlichkeiten der deutschen Pop- und Punkszene vorstellt, mit dabei u.a. Gudrun Gut, Lena Stöhrfaktor und natürlich: Feline Lang, mit “Keinachten” (Kunst Fordert Opfer) und “Vanity Fair” (Trigger Warning, 2020).

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