What the heck is Steampunk?!

Steampunk ist eine aus der Gothic-, Cyberpunk- und Do-It-Yourself-Szene gewachsene Subkultur mit Wurzeln im Süden der USA. Zusammenfaßbar als: Viktorianische Science Fiction.

Stichworte sind:

Viktorianisches England – Jules Verne – H.G. Wells –  Zahnräder – Tesla – Edgar Allan Poe – Korsetts – Goggles (Schweißerbrillen) – Zylinderhüte – Luftschiffe – Dampfmaschinen – Reifröcke – Fecht- und Schußwaffen – Graphic Novels – Frankenstein – Dracula – Werwolf-und Vampirwelten – Unterirdische und Weltraumkulturen – Alte Technik und Basteln aus Metall- und Technikabfällen…
Der Mainstream hat Steampunk längst für sich entdeckt. Beispiele:

Kino: Step Up 3D (Frankenstein-, Boxring- und Showdown-Choreographie, Moderatorin)  –  Sherlock Holmes-Reihe – Percy Jackson-Reihe (Minotaurus, Hades…) – Sin City-Reihe – Hullabaloo-Projekt – alle Filme von Tim Burton, insbesondere Edward mit den Scherenhänden, Sleepy Hollow – alle Batman- und Frankenstein-Filme – Topsy-Turvy-Projekt (älter: Der Goldene Kompass, Sky Captain…, Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen, Van Helsing, Lemony Snicket, Brazil, Hellboy-Reihe, Steamboy, Wild Wild West, Zurück in die Zukunft 3) …

TV Serien: Doctor Who – Andromeda – Sanctuary – Brisco County, JR – Warehouse 13 –

Mode: Butter London-Steampunk-Collection (Nagellack) – Prada– und McQueen-Kollektion – …

Musik: Videos von Justin Bieber, Taylor Swift, Lady Gaga, Madonna…

Für mich sind es Geschichten. Jeder Steampunk erzählt eine, mit Kostüm, Requisiten, Devices, und wir, wie auch andere Bands, mit unseren Songs und Shows. So viel Kohärenz, das Entwickeln ganzer Welten, ist typisch für Steampunk.

Der “Punk” liegt dabei im Verweigern von Erwartungen und historischen Fakten: wir machen uns die Welt und die Geschichte (im doppelten Sinne), wie sie uns gefällt. Wir entziehen uns gesellschaftlichen Normen, in den letzten Jahren dem Jugendkrampf und dem Modernsein, mit altmodischen Umgangsformen. Wir machen inmitten von E-Gitarren und Techno Musik auf Cello und Klavier. Und wir haben alle eine gute Haltung dank Korsett und Anzug… Sehr gesund, sowas.

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Geboren aus der Do-It-Yourself-Bastlerszene mit starkem Bezug zur Computerspiel-, Cyberpunk-, und Comicszene, definiert sich die Subkultur über das Erdenken und Realisieren alternativer Welten, Naturgesetze und Figuren im historisierenden Stil, die Spanne reicht da vom 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Wichtigste künstlerische Ausdrucksformen sind Literatur und Musiktheater, aber auch das Bauen von Maschinen mit oder ohne praktischen Nutzen hat einen hohen künstlerischen,auf jeden Fall aber ästhetischen Anspruch; besonders beliebt ist der Bau moderner Geräte (Computer, Smartphone) in historisierendem Outfit.

Steampunk-Musik ist weniger ein konkreter Musikstil als die theatralische Darbietungsweise. Steampunk-Bands spielen Rock, Pop, Metal, Wave, Goth, Punk oder Folk – aber: sie verwenden dabei ausschließlich oder zusätzlich

– Instrumente aus der klassischen oder vorklassischen Musik: Streichinstrumente, Tasteninstrumente, Blech- und Holzblasinstrumente

– selbstgebaute/-erfundene oder technisch weiterentwickelte Instrumente

– Elemente aus Oper und Operette, oder/und Wissenschaft, Fantasy und Science Fiction

und ihre Darbietungen enthalten

– konkrete Bühnenfiguren mit Maske, Kostüm und Biographie

– Anspielungen auf Parallelwelten, alternative Historie oder Zukunft, nichtmenschliche Wesen

– elaborierte visuelle Elemente, von Visuals über komplette Bühnenbilder bis hin zu Choreographien

Steampunk ist eine Subkultur für Nerds, Geeks, Intellektuelle, Frickler… All das schlägt sich in der bunten Mischung der Musikstile nieder. Das Steampunkpublikum hat einen überdurchschnittlich hohen Kunstanspruch und entsprechende Bildung, vor allem durch die Beschäftigung mit „Altem“. Keine Berührungsängste vor Mozart, Shakespeare, Rembrandt bei Liebhabern von Lovecraft und Verne. Man kennt Figuren aus dem griechischen Altertum, der Edda und der Bibel, liest in mehreren Sprachen und/oder altertümlichen Ausdrucksweisen und verwendet diese auch selbst, generell ist die humanistische Allgemeinbildung nicht wie oft im 21. Jahrhundert belächelt oder gar peinlich, sondern wie im 19. Jahrhundert hochangesehen und erstrebenswert.

Trotzdem bleibt der stärkste gemeinsame Nenner immer das spielerische Element. Man kommt verkleidet, spielt Rollen, akzeptiert die der anderen, und amüsiert sich köstlich. Das Publikum kommt vorbereitet auf die Veranstaltung und ist willens, diese zu etwas Besonderem werden zu lassen, bringt also eine Offenheit und Erwartungshaltung mit, die heute nicht mehr selbstverständlich ist.

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Ein Kommentar

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