Band Bio

English version below!

Opernsängerin Feline Lang und Punkcellist Christoph Klemke haben seit Jahren vergeblich versucht, ihren Heimatplaneten zu erreichen.

Jetzt ist der Spaß vorbei

Düsterer und wütender kehrt das Electro Wave Cabaret Duo von Expeditionen in Übersee zurück nach Berlin, im Gepäck ihr 5. Album OUT: gefördert von Musicboard, Goetheinstitut und Initiative Musik, wieder mit Brian Viglione an den Drums, Release April 2017).

Wenn Feline Lang anfängt zu singen, bleibt die Zeit stehen. Ob im viktorianischen England, in einem Raumschiff der Zukunft oder auf der Straße im gegenwärtigen Berlin – Zeiten und Orte verschmelzen in einem bittersüßen und hochenergetischen Abgesang auf die Merkwürdigkeiten des Menschseins.

Die Frontfrau ist ein wahres Energiebündel, für die Kunst ein Lebenselixier ist. Nach Engagements als Opernsängerin (an städtischen Bühnen in Bremen und Hannover), Tangochanteuse (unter anderem mit Tango Real, Puro Apronte und Yira Yira) sowie als Regisseurin und Festivalveranstalterin gründete sie zusammen mit Christoph Klemke die Band. Der Irre mit der Fliegermütze und dem Drang, auf alles mit seinem Trommelstöcken draufzuschlagen, was ihm in die Quere kommt, oder gekonnt sein Cello zu bearbeiten, ist der kongeniale „Partner in Crime“, der Felines musikalische Visionen realisiert.

Ihr erstes musikalisches Lebenszeichen gab die Berliner Truppe, damals noch eine fünfköpfige Band mit Jazzpianist Matthias Häcker, Kontra- und E-Bassist Marc André Haller, der sich bereits als Bassist der Goth Rock-Gruppe Habakuk einen Namen machte und sogar für John Cage spielte, und Posaunist Uli Christenn, anno 2011 mit „Behaviour“, einer noch stark am Sixties-Swing orientierten Seelenmalerei über Depressionen, Wahnsinn und einen in der Brust wütenden Furor. Bei aller Heterogenität ließen aber Stücke wie die herzzerreißende sinfonische Elektroballade „Finally“ bereits erahnen, dass „Behaviour“ nur eine erste, gekonnte Fingerübung war für das, was da noch kommen würde.

Denn nicht einmal zwei Jahre später erschien der nächste Longplayer „Science Fiction“. Hier fand Feline die passgenaue, dramaturgische Form für ihre Band. Die Lieder baute sie als Teil einer übergeordneten, bombastischen Space-Opera ein, die sie im begleitenden Booklet als Geschichte niederschrieb. Darin erzählt sie von ihrem Dasein als Außerirdische, gefangen in einem menschlichen Körper. Sie versucht, sich dem Leben der Menschen, so gut es geht, anzupassen; sie lebt, liebt, leidet, hasst…was eben die Erdbevölkerung so macht. Und doch plagt sie immer wieder die Frage: Warum bin ich eigentlich hier? Die Erzählerfigur in Titelsong und Novelle entschließt sich schließlich, die Erde mittels einer selbstgebauten Bombe zu vernichten und auf die Erlösung durch die geheminisvollen Außerirdischen zu setzen.

Eine große und brandaktuelle Geschichte, die auch nach einer großen Umsetzung verlangt. Gleich mehrere Gastmusiker unterstützten das Berliner Ensemble bei der Arbeit zu „Science Fiction“. Ihre künstlerische Freiheit im selbstgesetzten Rahmen eines Soundtracks zu einem imaginären Film kosteten sie nach Belieben aus, von orchestralen Weltraum-Synthesizer-Klängen über herrlich kitschige Mariachi-Rhythmen bis hin zu aggressivem Polka-Punk. Stil und Story begeisterte vor allem die prosperierende Steampunk-Szene. Feline & Strange traten in Folge bei verschiedenen Festivals in Deutschland, Italien, den Niederlanden und den USA auf. Mehr zu Steampunk

Die Bekanntheit der Verrückten von Feline & Strange wächst seitdem stetig. Ihr Ruf geht so weit, dass selbst im fernen Amerika der renommierte Produzent Jason Rubal (Amanda Palmer, Bitter Ruin, Garbage, Frenchy and the Punk) auf sie aufmerksam wurde. Feline und ihre Mannen arbeiteten gerade an ihrem dritten Album „Truths“, als er Kontakt aufnahm. Das Ergebnis: ein weiteres Album mit dem Namen „Lies“ wurde eingespielt, sowie ein halbes Jahr später die Neuauflage von „Truths“. Zusätzlich konnte für die Aufnahmen beider Alben sowie des Nachfolgers „Out“ (2017) der Dresden Dolls-Schlagzeuger Brian Viglione gewonnen werden!

Fremdheit ist das Kernthema, um das die Arbeit von Feline Lang immer kreist – ob als Opernregisseurin und -sängerin, Schauspielerin, Videokünstlerin, Autorin von Novellen und Graphic Novels, oder als Komponistin und Performerin mit Feline&Strange. Ihre Songs, meist entstanden in depressiven Phasen oder aber auf Reisen oder Residenzen im Ausland, thematisieren mit breitem dramatischen Pinselstrich die wahren Probleme der Menschheit: Ausgrenzung, Vernichtung, Hass und Todessehnsucht. Dabei gelingt ihr das Kunststück, die Stücke frech und ironisch klingen zu lassen, und Melodien zu zaubern, die für immer im Ohr bleiben.

Ihre Arrangements für Klavier, Synthesizer und das durchgeknallte Eigenbau-Cello ihres Partners Christoph Klemke sind beeinflußt vom Agenten- und Science Fiction – Filmsound der 60er Jahre und vom New Wave der 80er. Ihre außergewöhnliche Stimme und ungebremste Performance reichen dabei vom Wahnsinn einer Nina Hagen über den Soul von Shirley Bassey bis hin zur linkischen Introvertiertheit á la Florence (and the Machine). Die Show kreist um den Blick auf die Menschheit von außen. Dazu schlüpfen die Protagonisten (und ihre Gäste, z.B. Bass und Drums) in die Rollen von auf der Erde, in menschlichen Körpern, gestrandeten Außerirdischen. Realität, Wahn und Phantasie verschmelzen und lassen den Zuschauer in tiefer Verwirrung und heller Begeisterung zurück.

Von Anfang an war Feline&Strange ein theatrales Konstrukt in Kooperation mit dem Geist einer viktorianischen Weltenbummlerin, Mrs Strange, deren Geist sich in Feline manifestierte. Beim Schreiben des Titelsongs zum 2. Album SCIENCE FICTION jedoch wurde Feline plötzlich klar, daß alles einen Sinn hat: Sie und ihre Vertrauten waren als Aliens in Menschenkörpern auf die Erde geschickt worden – mit unbekannter Mission.

Für FELINE&STRANGE schreibt sie nicht nur Songs und Texte, sondern kreiert auch den Look der Band, die Bühnenshows, die Videos und das gesamte Artwork. Selbstverständlich sind auch die Novelle „A Space Opera“ im Mediabook zu SCIENCE FICTION und die Graphic Novel zu „Truths“ aus ihrer Feder.

Feline kämpft übrigens hart gegen unfaire Behandlung von Profimusikern. Das manifestiert sich unter anderem in ihrer Initiative „musik verboten“ und dem gigantischen Musikproduktionszentrum „musik erlaubt“ in Berlin.

Die Alien-Story und die Mission

Band Biography

Capt’n Feline and Chief Strange have been trying to contact their home planet for years now – to no avail, the aid of the fold-up cello, the synthetic piano, and Feline’s interstellar voice nonwithstanding.

Now, they get angry.

Darker and scarier they return from their travels all across Europe (even UK) and the U.S., and bring their Electro Wave Cabaret from Berlin directly in your face. And a brand new 5th album: OUT (feat. Brian Viglione) will be released in Spring 2016.

Opera and Tango singer Feline Lang founded this Berlin based Alternative Pop band in 2009 out of the remains of her opera troupe canteatro. First a six-piece, now a duo with an incredible variety of musical instruments.

Feline and Strange are a Berlin based Electro Wave Cabaret from outer space. The sad story of two aliens stranded on Earth traveled various events in Europe (Rome, Paris, Marseille, Arnhem) and the US (NYC, Philadelphia, Austin, and the Steampunk World’s Fair), only with the help of a cello device, a piano console and the ship’s computer, but led by Feline Lang’s incredible, opera-trained voice. Well known as opera and tango singer, she sings her own songs in a uniquely souly style. Trained actress, experienced stage director, and enthusiastic dancer, her shows are always just that: SHOWS. No one, ever, got bored in her presence. Christoph Klemke, madman with flight cap, Executive Officer of the space ship, and owner of a living cello, started playing the very same 4 years old as a child prodigy. But he couldn’t keep his mouth shut, and thus GDR regime ended his musical career early. So he became a punk drummer and revolted loudly and naughty against the system. Only the fall of the wall saved him from prison. Now he’s an entrepreneur, a cultural manager, a sound design teacher (owner of the very first school for sound design in Germany), and of course steers with his cello the spaceship Feline&Strange through all ordeals.
The band was founded in 2011 out of the remains of an opera troupe. As a perfectionist, Feline not only created and arranged the songs, but also learned graphic design to do all of her artwork, and most of their videos. The artwork created the Steampunk personas of the band out of itself: 2nd long player SCIENCE FICTION was discovered by the German Steampunk scene, and since that moment the band is touring Steampunk festivals in many countries.

After that, they have been discovered again in 2014 by US producer Jason Rubal (Amanda Palmer, Frenchy & the Punk, Garbage, Pandora’s Bliss, birdeatsbaby…) who invited the band to record their 3rd and 4th longplayers in the US, featuring Dresden Doll’s Brian Viglione on the drums, as on the upcoming 5th one, written on residency in Marseille which was granted by Berlin’s musicboard in 2015, along with a tour funding by Initiative Musik.
A frequent act in UK radio shows such as GASP for years, their first UK tour in July/August 2016 was a huge success, bringing the band to festivals, clubs, and on air in Reading, Birmingham, Llanfyllin, Camden and others.

 

 

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